Umzug ins IPW

Die Besetzungswelle in Österreich, welche durch die Besetzung des Wiener Audimaxes ihren Anfang fand, wurde von allen Bildungsstreikbündnissen in Deutschland rege verfolgt. In Heidelberg entwickelte sich, auf einer studentischen Vollversammlung zum Semesterticket, die Idee ebenfalls einen Hörsaal zu besetzen. Gestützt durch die Erfahrungen des Bildungsstreiks und durch bestehende Kontakte zu Studierenden anderer Universitäten war schnell die Idee einer deutschlandweiten Besetzungswelle geboren. Der Besetzung des Hörsaals in Heidelberg am 03.11.2009 folgten in den nächsten Tagen zahlreiche weitere in ganz Deutschland.
Die Besetzung des Hörsaal 14 in Heidelberg dauerte bis zum 29.11.2009 an und wandelte sich anschließend in die vorübergehend legitimierte Nutzung des Raum 018 im (alten) IPW.

Heidelberg brennt weiter

Unser Freiraum lebt weiter im Raum 018 des IPW!

Vom 3.11. bis zum 29.11. war der Hörsaal 14 in studentischer Hand.

Dieser Hörsaal war der Freiraum für Studierende, welcher von seiten der Hochschule nicht gegeben ist. Neben diesem Hörsaal wurde allabendlich mindestens ein weiterer Hörsaal als Schlafraum besetzt. Im Foyer des Gebäudes wurde außerdem ein selbstverwaltetes Freiraum-Café mit Präsenz-Bibliothek, eine Volksküche und ein kleiner Umsonstladen errichtet.

Die vom Rektorat zeitlich geduldete Aktion war motiviert durch die österreichischen Proteste, die sich bereits seit dem 22.10. insbesondere in Form von Hörsaalbesetzungen in Wien, Salzburg, Graz und Innsbruck ausdrücken. Ihre Forderungen umfassen die Demokratisierung und Stärkung der Mit- und Selbstverwaltung in allen Bildungseinrichtungen, eine bessere Finanzierung der Universitäten und eine Reform des Bachelorsystems.

Für ähnliche Forderungen sind in diesem Sommer im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreiks 270.000 Menschen in Deutschland auf die Straße gegangen. Auch in Heidelberg beteiligten sich die Studierenden aktiv am Bildungsstreik. Auf die damals gestellten Forderungen gibt es noch immer wenige Reaktionen von offizieller Seite.

Mit ihrer Besetzung solidarisieren sich die Heidelberger Studierenden mit den österreichischen Studierenden und weisen erneut auf die Missstände in Deutschland und Heidelberg hin. Schüler und Studierende sind europaweit aufgerufen, sich den Protesten anzuschließen.

Seit Montag, dem 30.11. ist an der Pädagogischen Hochschule die Aula besetzt worden. Bei der Vollversammlung mit 600 Studierenden wurde die Besetzung begrüßt. Die Besetzung richtet sich nicht gegen das Rektorat, sondern aus Solidarität mit der bundesweiten Bewegung und ihren Zielen; alles weitere entnehmt ihr der Pressemitteilung auf der Hauptseite.

Heidelberg brennt weiter!

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